Kündigung des Mieters: Wie mache ich es richtig?

Die Kündigung eines Mieters ist für Vermieter mit einigen Hindernissen versehen. Wie Sie Ihrem Mieter ordentlich kündigen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Wann darf der Vermieter dem Mieter kündigen?

Wenn es um die Kündigung des Mietvertrags geht, fallen Vermietern spontan mehrere Gründe ein, die zutreffen können. So gibt es die Eigenbedarfskündigung, die Kündigung wegen Mietrückständen, körperlichen Handgreiflichkeiten gegenüber dem Vermieter oder einem anderen Hausbewohner oder eine einvernehmliche Aufhebung des Mietvertrags. Weitere Gründe, um dem Mieter (fristlos) zu kündigen, haben Sie als Vermieter nicht. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dem Mieter Abmahnungen zu schicken. Nach wie vielen Abmahnungen Sie dem Mieter kündigen können, ist allerdings nicht einheitlich geregelt.

Wann ist eine Kündigung des Mieters gerechtfertigt?

Ihrem Mieter zu kündigen, ist in den meisten Fällen nur dann gerechtfertigt, wenn Sie diese begründen können. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch liegt ein Grund vor, wenn der Mieter mindestens zwei Monatsmieten im Rückstand ist. Sollte der Mieter also weniger als zwei Monatsmieten im Rückstand sein, ist eine Kündigung nicht rechtswirksam. Sie müssen den Mieter zunächst abmahnen, um rechtswirksam zu handeln. Bringt der Mieter bereits vorher klar zum Ausdruck, dass er seinen Missstand nicht ändern wird, können Sie dem Mieter auch direkt kündigen. Eine Abmahnung ist in diesem Fall nicht notwendig. Gleiches gilt, wenn der Mieter Sie oder eine andere Person innerhalb des Hauses angreift.

Ein weiterer Abmahnungsgrund ist die Störung des Hausfriedens. Hierunter zählt beispielsweise eine Verletzung der Hausordnung oder eine wiederholte nächtliche Ruhestörung. Auch eine Vernachlässigung Ihres Eigentums kann zu einer Abmahnung führen. Diese tritt ein, wenn der Mieter die Bausubstanz gefährdet oder unerlaubte Veränderungen an der Substanz vornimmt.

Eine ordentliche Kündigung tritt hingegen bei einer Eigenbedarfskündigung in Kraft. Hier gelten die gesetzlich geregelten Kündigungsfristen des Mietvertrags. Bei weniger als fünf Jahren Mietdauer können Sie dem Mieter binnen drei Monaten kündigen. Wohnt er zwischen fünf und acht Jahren in der Wohnung, verlängert sich die Frist auf ein halbes Jahr. Mieter, die länger als acht Jahre in der Wohnung wohnen, besitzen eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Die Eigenbedarfskündigung ist erlaubt, wenn die Wohnung ausschließlich für Familienmitglieder und Angehörige Ihres Haushalts vorbehalten ist.

Sie dürfen dem Mieter ebenso kündigen, wenn er die Wohnung oder Teile der Wohnung unerlaubt untervermietet. Der Mieter muss eine etwaige Untervermietung immer mit Ihnen absprechen und eine Genehmigung dafür einholen. Sie sollten daher im Mietvertrag festhalten, dass eine Zuwiderhandlung die fristlose Kündigung des Mietvertrags nach sich zieht.

Wie muss eine Kündigung aussehen und welche Fristen sind zu beachten?

Damit die Kündigung Ihres Mieters rechtsgültig ist, müssen Sie sie form- und fristgerecht erstellen. Beachten Sie deshalb unbedingt, dass Sie die Kündigung schriftlich erstellen und handschriftlich unterschreiben, um eine Rechtswirksamkeit zu erlangen. Richten Sie Ihr Kündigungsschreiben an sämtliche Personen, die im Mietvertrag stehen. Im Schreiben sollte explizit stehen, dass Sie den Mietvertrag kündigen, beispielsweise mit dem Terminus „Kündigung“.

Hinweis

Unser Partner Vermietet.de ist Ihr Ansprechpartner, wenn es um die Vermietung und Verwaltung von Immobilien geht. Mithilfe der intuitiven Software erstellen Sie mit nur wenigen Klicks rechtssichere Schreiben und haben von überall und zu jeder Zeit Zugriff auf Ihre Unterlagen.

Darüber hinaus müssen Sie in der Kündigung das Datum angeben, zu dem der Mietvertrag endet. Die Kündigungsfrist des Mieters variiert mit der Dauer, die dieser in der Wohnung verbracht hat. Hat er weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, können Sie ihm binnen drei Monaten kündigen, insofern Sie dies begründen können. Ist er hingegen länger als acht Jahre Mieter der Wohnung, verlängert sich die Frist auf neun Monate. Ferner müssen Sie in der Kündigung auf die Gründe hinweisen, wegen derer Sie das Mietverhältnis mit dem Mieter lösen.

Das könnte Sie auch interessieren:

mietrecht abmahnung

Das Mietrecht & die Abmahnung

Wenn einige Ihrer Mieter gegen die festgesetzten Regeln verstoßen, gibt es neben der fristlosen […]

ordentliche kuendigung muster

Ordentliche Kündigung: Tipps & Muster

Wenn Sie einem Mieter kündigen möchten, der sich nichts zuschulden kommen lassen hat, ist […]

Kündigungsgründe für Vermieter

Ob Wohnungs- oder Gewerbemietvertrag – welche Kündigungsgründe Vermietern zur Verfügung stehen und was Sie […]

außerordentliche kündigung wohnung

Die außerordentliche Kündigung einer Wohnung

Wenn ein Mieter immens gegen die geltenden Rechte verstößt, dürfen Sie ihm eine außerordentliche […]